Neubacher Bootsversicherungen

Tipps zum Kauf eines Außenbordmotors

Wer die Wahl hat, hat die Qual bei der richtigen Entscheidung, den passenden Außenbordmotor für sein Boot zu erwerben. Lassen Sie sich vom Fachmann beraten, besser noch von Mehreren oder mindestens zwei. Ein Fachbetrieb wird natürlich versuchen, Ihnen was zu verkaufen – Das ist auch legitim und definitiv besser als aus Unwissen, einen teureren Fehlkauf hinzulegen.

Unsere Empfehlung: Je mehr man weiß und vorbereitet in diese Gespräche geht, desto höher ist der Mehrwert, den man hieraus erzielen kann.

Welcher Außenborder ist der Richtige für mein Boot

Zuerst sollte man einen Blick in die CE Zertifizierung seines Bootes werfen. Denn hier steht geschrieben, bis zu welcher Motorleistung das Boot zugelassen ist. Verbaue ich einen 100PS Motor, obwohl das Boot nur mit einer Motorisierung von 50PS zugelassen ist und es kommt zum Schadenfall, bei dem eine Kausalität zur Übermotorisierung festgestellt wird, gibt es mit dem Versicherer bestimmt Probleme.

Auch auf das Gewicht des Außenborders sollte geachtet werden. Kleinere Boote oder Schlauchboote können da bei „Übergewicht“ schnell überfordert sein. Sollte kein Bootsführerschein vorhanden sein, ist die Frage relativ einfach zu beantworten: Zurzeit werden für Antriebe bis 15PS keine Führerscheine benötigt, auf dem Rhein bis 5PS.

Ein weiteres Kriterium ist die Steuerung und Starteinrichtung des Motors. Nicht zu vergessen Batterie und Tankeinrichtung.

Hier noch ein Hinweis zum Tank

Unter Deck befindliche Treibstoffbehälter – das gilt auch für die in Backskisten gefahrenen Kraftstoffbehälter für Außenbordmotoren – müssen eine Entlüftung nach außen und nicht in das Bootsinnere haben. Bei hoch- und leichtentzündlichen Kraftstoffen muss die Austrittsöffnung mit einer Flammendurchschlagsicherung (Flammenschutzsieb) versehen sein.

Bei festeingebauten Treibstoffbehältern müssen alle kraftstoffführenden Leitungen zwischen Tank und Motor unmittelbar am Tank leicht zugänglich absperrbar sein. Da beim Befüllen des Tanks kein Kraftstoff in das Bootsinnere gelangen darf, ist eine bis auf Deck reichende Füllleitung notwendig. Kraftstoffbehälter aus nichtmetallischen Werkstoffen benötigen einen Eignungsnachweis nach Betriebssicherheitsverordnung oder müssen CE-gekennzeichnet sein, Behälter aus Metall dürfen nicht weichgelötet sein. Alle Tanks sind durch den Hersteller auf Dichtheit bei i.d.R. mindestens 0,3 bar Überdruck zu prüfen. Die Dichtheitsprüfung ist vom Hersteller zu bescheinigen. Flexible Kraftstoffleitungsteile (Schläuche) bei Innenbordmotoren dürfen nicht mit Schlauchklemmen auf Rohrleitungen, am Vergaser und Kraftstoffbehälter befestigt sein. Dies gilt nicht für Boote mit Zulassung nach EC/94/25(Sportbootrichtlinie).

Benötige ich einen Kurzschaft- oder Langschaft-Außenbordmotor?

Kleinere Boote benötigen in der Regel nur einen Kurzschaft- bzw. Normalschaft-Außenbordmotor.

Die Schaftlänge ist wichtig für die Fahreigenschaften. Am besten man informiert sich bei einem autorisierten Bootshändler welcher Schaft der Richtige ist.

Was ist besser für mein Boot: 2-Takt-, 4-Takt- oder sogar Elektro-Außenborder?

Bei älteren 2-Taktmotoren besteht das Problem, dass das Kraftstoffgemisch selber angefertigt bzw. gemischt werden muss. Neuere 2-Taktmotoren verfügen teilweise bereits über ein automatisches Mischsystem für Kraftstoff und Öl.

Persönlich finde ich als nachteilig, neben den bereits aufgeführten Punkten den Gestank und den Lärmpegel von 2-Taktmotoren. Jeder, der noch Trabis und Wartburgs kennt, weiß sicherlich, was ich meine. Es gibt natürlich auch ein Vorteil: Der Ölwechsel entfällt regelmäßig ... 🙂

Moderne 4-Taktmotoren sind laufruhig und stinken auch nicht ganz so stark. Damit sind sie, was auch im Interesse aller Wassersportler und Freizeitskipper liegen sollte, wesentlich umweltfreundlicher.

Elektro-Außenbordmotoren kommen in der Regel auf kleineren Booten und Schlauchbooten zum Zuge. Auch auf Revieren, in denen aus Umweltschutzgründen Verbrennungsmotoren nicht erlaubt sind, können sie ggf. genutzt werden. Der Nachteil liegt aus unserer Sicht in der beschränkten Batterie- und Motorleistung. Auf größeren Booten kommen traditionell überwiegend Verbrennungsmotoren zum Einsatz.

Neuer oder gebrauchter Außenborder

Beim Kauf eines gebrauchten Außenbordmotor kann man sicherlich ein Schnäppchen machen. Aber aufgepasst hier einige Dinge die beachtet werden sollten:

  • Eigentumsnachweis verlangen, damit sie halbwegs sicher sind das der Motor nicht aus einer Diebstahlhandlung stammt.
  • Wartungsnachweise verlangen.
  • Vor dem Kauf und der Bezahlung, empfehlen wir eine Inspektion des Motors durch einen vom Hersteller autorisierten Fachbetrieb. Wer nichts zu verbergen hat wird dem sicherlich zustimmen.

Sollten Sie technisch nicht so versiert sein, empfehlen wir immer auch die Konsultation eines Markenhändlers. Diese kennen sicherlich auch die Macken einiger älterer gebrauchter Außenbordmotoren.

Achtung ganz wichtig lesen Sie auch hier: 10 Tipps, wie Sie Ihr Boot gegen Diebstahl schützen
Hinweis: Wir erheben mit unseren Ausführungen keinen Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit. Alles zum Versicherungsschutz von Booten, Yachten und Schiffen finden Sie in unseren Versicherungsbedingungen.

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